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FAQ
  • Warum Schiedsrichter werden?
  • Was bringt mir der Schiedsrichterschein?
  • Welche Aufgaben hat ein Schiedsrichter?
  • Welche Voraussetzungen gibt es?
  • Wie wird man denn nun Schiedsrichter?
  • Was, wenn es mal nicht so läuft und die Zuschauer meine „besten Freunde“ werden?


Warum Schiedsrichter werden?
Wie in jedem Sport sind wir Schiedsrichter für die Einhaltung der Regeln und bei Verstößen für deren Ahndung zuständig. Ohne uns Schiedsrichter würde kein Handballspiel in geregelten Bahnen verlaufen. Allerdings gibt es in den meisten Vereinen große Probleme, das Schiedsrichter-Soll zu erfüllen. Damit also nicht Trainer oder Betreuer zur Pfeife greifen müssen, brauchen wir dringend Spielerinnen und Spieler, Eltern, aber auch Zuschauer, die sich trauen, den Schiedsrichterschein zu machen.

Was bringt mir der Schiedsrichterschein?
Im Rahmen der Tätigkeit als Schiedsrichter lernt man in verschiedenen Bereichen:
  • Kommunikation
  • Teamgeist
  • Selbstvertrauen
  • Durchsetzungskraft
  • Verantwortung
  • Vorbild
  • Beweglichkeit
  • Kraft und Ausdauer
  • Analytik
  • Spielverständnis
Besonders die ersten sechs Punkte sind Softskills, die heute von großer Bedeutung sind. Mit der Tätigkeit als Schiedsrichter kann man also nebenbei seine Softskills und damit auch seine Fähigkeiten für Ausbildung, Studium oder Beruf verbessern. Daneben gibt es je nach zu leitender Spielklasse eine Spielleitungsentschädigung in Höhe von 16€* (Jugend und WSL Klasse/Liga) bis zu 18€* (WSL Oberliga), sowie 0,30€* Fahrtkosten/Kilometer. In den höheren Ligen (Landesliga usw.) steigen die Spielleitungsentschädigung natürlich an. Des Weiteren erhält man al Schiedsrichter zu allen Spielen in der WSL freien Eintritt. Es lohnt sich also, den Schiedsrichterschein zu machen.


Welche Aufgaben hat ein Schiedsrichter?
Die Aufgaben eines Handballschiedsrichters sind vielfältig. Es ist nicht allein damit getan, dass man sich auf das Feld stellt und pfeift, obwohl dies sicherlich der wichtigste Teil der Arbeit ist.
Vor und nach dem Spiel gibt es viel zu tun:
  • Man hat die Aufsicht über das Verhalten der Spieler und Offiziellen vor, während und nach dem Spiel.
  • Man prüft vor dem Spiel die Spielfläche, die Tore und die Bälle auf ihren ordnungsgemäßen Zustand.
  • Die Schiedsrichter müssen prüfen, ob die Spielkleidung der Mannschaften in Ordnung sind und sie prüfen das Spielprotokoll und die Spielerpässe.
  • Nach dem Spiel muss das Spielprotokoll vervollständigt und besondere Vorkommnisse eingetragen werden.
Alle Aufgaben können in der Regel 17 der Handballregeln nachgelesen werden.


Welche Voraussetzungen gibt es?
Pfeifen darf jeder zwischen 16 und 70 Jahren. Eine gewisse Grundkondition und ein gewisses Spielverständnis sind hilfreich. Die Regeln lernt man aber auf dem Schiedsrichterlehrgang. Einzig weitere Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in einem Handballverein, damit man während der Ausübung der Tätigkeit auch versichert ist.

Wie wird man denn nun Schiedsrichter?
Eigentlich ist das ganz einfach: Als erstes fragt man seinen Schiedsrichterobmann im Verein. Dieser meldet einen dann beim nächsten Grundlehrgang an. Diese finden in der Regel Zwischen März und Juli eines jeden Jahres statt. Der Lehrgang dauert vier Tage (je zwei Samstage und Sonntage) und beinhaltet eine theoretische und eine praktische Prüfung. (Siehe auch Downloads!) Danach wird man anfangs vor allem im Jugendbereich des eigenen Vereins, aber auch schon im Jugend- und Seniorenbereich der WSL eingesetzt und von einem erfahrenen Kollegen oder einer erfahrenen Kollegin begleitet.

Bei guten Leistungen ist es derzeit relativ schnell möglich, in die jeweils höheren Verbände aufzurücken. Landesliga, Oberliga (beides HVN) und dann 3. Liga, Bundesligen (DHB) sind innerhalb weniger Jahre für junge, gute Gespanne absolut möglich.

Also zusammengefasst:
  1. Schiedsrichterobmann des Vereins fragen (siehe Kontaktdaten).
  2. Anmeldung und erfolgreiche Teilnahme beim nächsten Schiedsrichtergrundlehrgang.
  3. Für den Verein Spiele leiten.


Was, wenn es mal nicht so läuft und die Zuschauer meine „besten Freunde“ werden?
Keine Angst, einen schlechten Tag haben selbst die Spitzengespanne auf DHB-, EHF- oder sogar IHF-Ebene mal. Wir Schiedsrichter sind eben nur Menschen und wie alle anderen auch, machen wir Fehler. Leider ist es zu einer verbreiteten Unsitte in den Hallen geworden, die Unparteiischen, die ihre Freizeit opfern, zu beschimpfen und zu beleidigen. Als Schiedsrichter wird letztlich für alles verantwortlich gemacht, selbst wenn die Mannschaft einfach nur grottenschlecht spielt und wir fast fehlerlos pfeifen. Sollte es also einmal passieren, dass Du als Schiedsrichter Probleme in einer Halle hast, gibt es verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen:
  1. Vereinsschiedsrichterobmann: Manchmal reicht es schon, wenn man dem eigenen Schiedsrichterobmann informiert und dieser beim betroffenen Heimverein den Kontakt sucht und darauf hinweist, dass etwas vorgefallen ist. Gerade die Vereinsschiedsrichterobleute haben ein hohes Interesse daran, dass fremde Schiedsrichter in ihren eigenen Vereinen ordentlich behandelt werden.
  2. Ignorieren: Bei kleineren „dummen Sprüchen“ der Zuschauer ist dies häufig die einfachste Variante, die man relativ schnell erlernt.
  3. Meldung beim Mannschaftsverantwortlichen des Heimvereins: Eine zweite Möglichkeit ist, den Mannschaftsverantwortlichen des Heimvereins auf Vorkommnisse hinzuweisen und ihn zu bitten, etwas dagegen zu tun.
  4. Ordnungsdienst fordern: Zu jedem Handballspiel gehört offiziell ein Ordnungsdienst, den der Heimverein zu stellen hat. In Fällen, in denen ein Schiedsrichter schwer beleidigt oder sogar bedroht wird, kann er vom Heimverein den Ordnungsdienst einfordern.
  5. Meldung im Spielprotkoll: Wenn man z.B. von Zuschauern beleidigt oder bedroht wird, kann man im Spielprotokoll einen entsprechenden Eintrag verfassen. Dies führt dazu, dass der Heimverein unter Umständen hohe Geldstrafen zahlen muss.
  6. Nachträgliche Meldung: Sollte man auf dem Weg aus der Halle beleidigt oder bedroht werden, kann man auch dem Staffelleiter und dem Schiedsrichter-Ansetzer direkt eine E- Mail schicken, in der man die Vorfälle schildert. Staffelleiter und Schiedsrichter-Ansetzer werden dann weitere Maßnahmen gegen den Heimverein treffen.
Generell gilt, dass man sich relativ schnell ein „dickes Fell“ zulegt und meistens Beleidigungen gar nicht mehr mitbekommt, weil man zu sehr auf das Spiel konzentriert ist. Ansonsten hilft es natürlich, wenn man im Gespann über Vorkommnisse redet und auch den eigenen Schiedsrichterobmann hinzuzieht. Dieser hat ein großes Interesse daran, dass es seinen Schiedsrichtern gut geht und diese die Lust am Pfeifen nicht verlieren. Sollte es also Probleme geben, sprecht euren Obmann ruhig an.


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